Andere Hilfen

Medikamente zur Unterstützung

Medikamente „zum Abgewöhnen“


Den Alkoholkonsum zu reduzieren oder ganz auf Alkohol verzichten ist natürlich etwas, was Sie selbst tun müssen. Es gibt keine Pille, die das für Sie übernimmt. Manche Menschen nehmen aber Medikamente zur Unterstützung; diese sind auf jeden Fall verschreibungspflichtig.
 
Campral® (Acamprosat) ist ein Anti-Craving-Mittel, d.h. es beeinflusst das Gefühl des Suchtverlangens nach Alkohol. Das Medikament ist seit einigen Jahren auf dem Markt, und Untersuchungen deuten daraufhin, dass es in Verbindung mit einer Therapie bei „Craving“ bzw. Suchtdruck effektiv ist. Die Rückfallqoten konnten mehreren Untersuchungen zufolge von 80 auf 60% gesenkt werden.

Antabus® (Disulfiram) löst eine Alkoholintoleranz aus. Die Kombination dieses Stoffes mit Alkohol führt zu einer heftigen, übelkeiterregenden Reaktion. Das Mittel wird täglich eingenommen. Die Angst vor der Übelkeit wirkt als Bremse; sie hält einen davon ab, Alkohol zu trinken. Wegen der Heftigkeit der Reaktion darf das Mittel nur unter ärztlicher Kontrolle und in einem Gesamtbehandlungskonzept eingenommen werden. Manchen Menschen hilft dieses Medikament als eine Art „Druckmittel“ in unschlüssigen Momenten, in denen die Versuchung groß ist.