Alkohol in Verbindung mit Medikamenten
Alkohol und Vitamin B
Medikamente „zum Abgewöhnen“
Alkohol in Kombination mit Medikamenten
Für viele Medikamente gilt, dass sie nicht mit Alkohol kombiniert werden sollten. Entweder, weil dies die gewünschte Wirkung verstärkt oder weil es die Wirkung aufhebt. Das gilt auf jeden Fall für die folgenden Medikamentengruppen:
- Neuroleptika, zum Beispiel Haldol® (Haloperidol), Seroquel® (Quetiapin), Zyprexa® (Olanzapin) oder Risperdal® (Risperidon). [allebij ook vaak op Duitstalige websites gevonden] Verstärkung der zentral dämpfenden Wirkung, Gefahr des Wiederauftretens von psychotischen Symptomen (Wahn, Halluzinationen) Weitere Informationen unter: Alkohol und Angst + Psychose
- Anxiolytika, zum Beispiel Lexotanil® (Bromazepam), Valium® (Diazepam), Tavor® (Lorazepam), Adumbran® (Oxazepam). Verstärkung der zentral dämpfenden und die Atmung reduzuerenden Wirkung, Lebensgefahr
- Magen-Darm-Tabletten, zum Beispiel Antra® (Omeprazol), Zantic® (Ranitidin) oder Sostril® (Ranitidin). Alkohol ist als Auslöser für Magenbeschwerden bekannt, er greift die Magenschleimhaut an, die Wirkung der Magenmedikamente wird aufgehoben. Bei Magenschmerzen ist es also empfehlenswert, als erstes keinen Alkohol mehr zu trinken.
Weitere Informationen unter: Körperlich (siehe: Auswirkungen von Alkohol auf den Körper)
- Empfängnisverhütungsmittel, „die Pille“. Bei häufigem Alkoholkonsum kann die Zuverlässigkeit der Pille nachlassen, u. a. auch, weil man hinsichtlich der exakten Einnahme unkritischer wird.
- Antiepileptika, zum Beispiel Tegretal® (Carbamazepin), Ergenyl® (Valproinsäure), Lamictal® (Lamotrigen). Alkohol wirkt auf das Gehirn und kann zur Auslösung von Krampfanfällen führen; bei Epilepsie sollte auf Alkohol verzichtet werden, weil er die Wirkung des Medikaments aufhebt.
Weitere Informationen unter: Alkohol und Epilepsie
- Antidepressiva, zum Beispiel Cipramil® (Citalopram), Seroxat® (Paroxetin), Trevilor® (Venlafaxin). Diese Mittel wirken in Verbindung mit Alkohol nicht richtig. Hinzu kommt, dass Alkohol häufig Auslöser depressiver Verstimmungen ist. Viele Menschen, die keinen Alkohol mehr trinken, nennen als größten Gewinn ihre Stimmungsverbesserung. Düstere Gefühle verschwinden, sobald man sich mit seinen Trinkgewohnheiten auseinandersetzt.
Weitere Informationen unter: Alkohol und Depressionen
- Schlaf- und Beruhigungsmittel (Sedativa), zum Beispiel Rohypnol® (Flunitrazepam), Stilnox® (Zolpidem), Ximovan® (Zopiclon). Da Alkohol eine entspannende Wirkung hat, verstärkt er die Wirkung dieser Mittel. Umgekehrt verstärken diese Medikamente die Wirkung des Alkohols.
Das kann unerwünschte Folgen haben und gefährlich sein – zum Beispiel im Straßenverkehr –, erhöht aber auch zu Hause das Unfallrisiko. Hemmungen gehen zurück, es fällt Ihnen womöglich schwer, Ihr Verhalten, zum Beispiel Wutausbrüche, unter Kontrolle zu halten. Sedativa haben selbst ebenfalls eine stark abhängig machende Wirkung. Achten Sie darauf, keine neue Abhängigkeit zu entwickeln, während Sie sich die alte gerade abgewöhnen.
Weitere Informationen unter: Alkohol und Schlaf + Einschlaftipps
- Antibiotika (Penizillin) können in Verbindung mit Alkohol unangenehme Nebenwirkungen haben.
- Schmerzmittel, zum Beispiel Ben-u-ron® (Paracetamol), Aspirin® (Acetylsalicylsäure), Voltaren® (Diclophenac), Dolormin® (Ibuprofen).
Weitere Informationen unter: Alkohol und Schmerzen
- Gerinnungshemmende Medikamente, im Volksmund auch „Blutverdünner“ genannt. Zum Beispiel Marcumar® (Phenprocoumon). Das Einstellen dieser Medikamente ist schwierig und risikoreich, wenn Sie Alkohol trinken. Wenn Sie übermäßig viel trinken – ab und zu oder regelmäßig –, während Sie gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, drohen schwer zu stillende Blutungen.
Wir können hier nicht detailliert alle Auswirkungen von Alkohol auf alle Medikamente beschreiben. Es gibt jedoch noch mehr Medikamente, die nicht mit Alkohol kombiniert werden sollten.
Wenn Sie Zweifel haben oder weitere Informationen suchen, sollten Sie die Packungsbeilage lesen oder Ihren Apotheker oder Hausarzt um Rat bitten.
Medikamente „zum Abgewöhnen“
Den Alkoholkonsum zu reduzieren oder ganz auf Alkohol verzichten ist natürlich etwas, was Sie selbst tun müssen. Es gibt keine Pille, die das für Sie übernimmt. Manche Menschen nehmen aber Medikamente zur Unterstützung; diese sind auf jeden Fall verschreibungspflichtig.
Campral® (Acamprosat) ist ein Anti-Craving-Mittel, d.h. es beeinflusst das Gefühl des Suchtverlangens nach Alkohol. Das Medikament ist seit einigen Jahren auf dem Markt, und Untersuchungen deuten daraufhin, dass es in Verbindung mit einer Therapie bei „Craving“ bzw. Suchtdruck effektiv ist. Die Rückfallqoten konnten mehreren Untersuchungen zufolge von 80 auf 60% gesenkt werden.
Antabus® (Disulfiram) löst eine Alkoholintoleranz aus. Die Kombination dieses Stoffes mit Alkohol führt zu einer heftigen, übelkeiterregenden Reaktion. Das Mittel wird täglich eingenommen. Die Angst vor der Übelkeit wirkt als Bremse; sie hält einen davon ab, Alkohol zu trinken. Wegen der Heftigkeit der Reaktion darf das Mittel nur unter ärztlicher Kontrolle und in einem Gesamtbehandlungskonzept eingenommen werden. Manchen Menschen hilft dieses Medikament als eine Art „Druckmittel“ in unschlüssigen Momenten, in denen die Versuchung groß ist.
Alkohol und Vitamin B1
Für gewöhnlich führen wir dem Körper über die Nahrung genügend Vitamine zu. Dies gilt auch für Vitamin B1; aber bei übermäßigem Alkoholkonsum steigt der Bedarf an diesem Vitamin.
Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Aufnahme von Vitamin B1 durch den Körper auch bei mäßigem Alkoholkonsum bereits stark abnimmt. Hierdurch können Beschwerden, vor allem Gedächtnisstörungen, entstehen. Um dies zu verhindern ist nach Rücksprache und unter Kontrolle eines Arztes die Vitamin B1-Einnahme zu empfehlen.
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